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ISIS zieht 930 Personen nach Syrien und Irak

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ISIS zieht 930 Personen nach Syrien und Irak
Radikalen, terroristischen Gruppierungen, die den Islam für ihre politischen Ziele missbrauchen und Menschen töten, gelingt es immer mehr junge Menschen und Heranwachsende nach Krisenregionen zu locken.

Avrupa Bülteni

 

Radikalen, terroristischen Gruppierungen, die den Islam für ihre politischen Ziele missbrauchen und Menschen töten, gelingt es immer mehr junge Menschen und Heranwachsende nach Krisenregionen zu locken. "Es liegen derzeit Erkenntnisse zu mehr als 930 deutschen Islamisten bzw. Islamisten aus Deutschland vor, die in Richtung Syrien/Irak gereist sind, um dort auf Seiten des Islamischen Staates und anderer terroristischer Gruppierungen an Kampfhandlungen teilzunehmen oder diese in sonstiger Weise zu unterstützen." teilte das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage des Nachtichtenportals Avrupa Bülteni mit. Erschreckrnd ist weiterhin, dass etwa ein Fünftel der gereisten Personen weiblich und der überwiegende Teil der insgesamt ausgereisten Personen jünger als 30 Jahre alt ist. 

 

300 Ausreisende wieder in Deutschland

 

Dem Ministerium liegen nicht in allen Fällen Erkenntnisse vor, dass sich diese Personen tatsächlich in Syrien/Irak aufhalten oder aufgehalten haben. "Teilweise werden die Ausreisen erst mit zeitlicher Verzögerung bekannt.

Etwa ein Drittel dieser gereisten Personen befindet sich momentan wieder in Deutsch-land. Zu der Mehrzahl dieser Rückkehrer liegen keine belastbaren Informationen vor, dass sie sich aktiv an Kampfhandlungen in Syrien/Irak beteiligt haben." so erklärte das Ministerium weiter.

 

70 Rückkehrer an Kämpfen beteiligt

 

Darüberhinaus ist dem Ministerium bekannt, dass ca. 70 Rückkehrer sich aktiv an Kämpfen beteiligt haben. Dazu teilte das Innenministerium Folgendes mit: "Als Ergebnis der kontinuierlichen Aus- und Bewertung der Erkenntnislage zu zurückgekehrten Personen liegen den Sicherheitsbehörden aktuell zu über 70 Personen Erkenntnisse vor, wonach sie sich aktiv an Kämpfen in Syrien oder im Irak beteiligt oder hierfür eine Ausbildung absolviert haben. Ferner liegen zu ca. 145 Personen Hinweise vor, dass diese in Syrien oder im Irak ums Leben gekommen sind. Zudem wurden weitere Ausreiseplanungen bekannt. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind bestrebt, möglichst viele dieser Ausreiseplanungen frühzeitig wahrzunehmen, um deren Verwirklichung zu unterbinden. Die Anzahl der behördlich verhängten Ausreiseverbotsverfügungen bewegt sich im niedrigen dreistelligen Bereich."

 

DİTİB vertritt gemäßigtes und ausgewogenes Islamverständnis 

 

Zu der aktuellen Entwicklung nahm Aykan İnan, DİTİB Landesbeauftragter für den interreligiösen Dialog, folgende Stellung: "Die seit Jahren steigende Anzahl der durch extremistische Gruppierungen radikalisierten Personon in Deutschland  ist erschreckend und vergiftet unsere gemeinsame Zukunft. Die Türkisch-Islamische Union (DITIB) und die in ihr organisierten Gemeinden haben seit Anbeginn im Rahmen des Grundgesetzes und transparent gehandelt, haben stets ein auf den Koran und die Sunna basiertes, gemäßigtes und ausgewogenes Islamverständnis vertreten. Dies war und ist möglich durch fachlich kompetente und gut ausgebildete, hochkarätige Theologen (Imame), die in den DITIB-Moscheen ihre Dienste unterbreiten. Seit jeher waren und sind Menschen, die ein oberflächliches Verständnis der Religion haben, eine Gefahr für die Gesellschaft und haben Konflikte geschaffen. Eben dieses oberflächliche Religionsverständnis wird durch sehr gut arabisch Sprechende in Syrien, in Deutschland hingegen durch sehr gut Deutsch Sprechende in Richtung Gefahr und Chaos gelenkt. Die Imame der etablierten Islamverbände, auch wenn sie nicht gut genug Deutsch sprechen, erfüllen die religiösen Bedürfnisse der Muslime und sind zusammen mit den hiesigen Moscheegemeinden der Garant gegen die Radikalisierung und müssen deswegen in ihrer wichtigen sozialen Arbeit unterstützt und bestärkt werden."

 

 

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