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Isolierende Haltung gegen DITIB verfehlt das Ziel

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Isolierende Haltung gegen DITIB verfehlt das Ziel
In Köln wurde am Samstag eine Anti-Terror-Demonstration abgehalten. Daran nahmen ca. 500 Muslime teil. Initiiert wurde sie durch zwei Privatpersonen, um ein Zeichen gegen jeglichen Terrorismus im Namen der Religion (Islam) zu setzen.

Kommentar, Avrupa Bülteni

In Köln wurde am Samstag eine Anti-Terror-Demonstration abgehalten. Initiiert wurde sie durch zwei Privatpersonen, um ein Zeichen gegen jeglichen Terrorismus im Namen der Religion (Islam) zu setzen. Laut Medienberichten unterstützen andere muslimische Privatpersonen und einige wenige muslimische Vereine sowie deutsche Politiker diese Kundgebung. Die Organisatoren schafften es nicht - oder wollten es vielleicht gar nicht schaffen -, die großen Islamverbände ins Boot zu holen.

 

Deutschland ist ein demokratisches Land. Wenn Menschen gegen etwas protestieren wollen, dürfen sie dies, falls sie dafür die nötigen Einwilligungen eingeholt haben. Genau in diesem Land darf aber niemand gezwungen werden, an irgendwelchen Kundgebungen teilzunehmen oder gar kritisiert werden, wenn man sich nicht daran beteiligt. 

 

Was aus der Anti-Terror-Kampagne geworden ist, ist eine gezielte Medienkampagne gegen die Türkisch Islamische Union DITIB, wohl gemerkt gegen den grössten Islamverband Deutschlands. Dies wurde unterstützt durch scharfe Kritik der deutschen Politiker, unter  anderem durch türkischstämmige Politiker, die ein paar Monate vor der Bundestagswahl bei deutschen Wählern zu punkten versuchen. Wenn es jedoch um die Rechte der Bürger mit Migrationshintergrund geht, hört man von ihnen kaum etwas. 

 

Diese isoliierende Haltung der deutschen Medien und der Politiker gegenüber DITIB verfehlt völlig das Ziel der Kundgebung und erfreut in erster Linie die Terroristen, gegen die eigentlich protestiert wurde. Die Organisatoren sollten sich nun Gedanken darüber machen, ob sie tatsächlich dies erreichen wollten. 

 

DITIB erklärte in einer Pressemitteilung drei berechtigte Gründe, warum er nicht mitmachen wollte: Erstens gab es unzählige Male "muslimische" Demos in Form von gemeinsamen öffentlichen Stellungnahmen, öffentlichen Gebeten und öffentlichen Initiativen. Forderungen nach „muslimischen“ Anti-Terror-Demos greifen zu kurz, stigmatisieren die Muslime und verengen den internationalen Terrorismus auf sie, ihre Gemeinden und Moscheen. Zweitens läuft gerade Ramadan und Muslime fasten am Tag mehr als 17 Stunden - ohne Essen und Trinken. Und drittens es fehlen Gespräche mit DITIB im Vorfeld. 

 

Allein die Tatsache, dass die Muslime sich aktuell im Monat Ramadan befinden und dies seitens der Organisatoren nicht  berücksichtigt wurde, verdeutlicht den unsensiblen Umgang mit Muslimen.

 

Terroristen, die den Islam missbrauchen, sind auch in muslimischen Ländern aktiv. Somit sind auch Muslime Opfer ihrer Angriffe. Wegen den Taten dieser Terroristen starben Tausende von Muslimen und viele von ihnen mussten Ihre Heimat verlassen. Trotz dieser Tatsache wird in Deutschland nur von Muslimen erwartet, dass sie dagegen protestieren. So kann man sich aus der Verantwortung nicht entziehen! Es ist vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dass der Terror gemeinsam bekämpft wird. Und die Ablehnung wird nur von Muslimen erwartet, da die Gräueltaten von Terroristen immer durch die Benutzung des Begriffes "islamistisch" definiert werden und somit mit dem Islam in Verbindung gebracht werden. Daher sollte man die Benutzung dieses Begriffes in diesem Zusammenhang unterlassen. Bürger können leider den Terror und den Islam nicht voneinander trennen.

 

Aus Deutschland sind fast Tausend Menschen gen Syrien/Irak gereist, um auf Seiten von Terroristen zu kämpfen. Das ist erschreckend. Wie kann es sein, dass so viele Menschen sich hier radikalisieren? Die deutsche Regierung soll sich darum bemühen, Hand in Hand mit etablierten Islamverbänden den muslimischen Kindern und Jugendlichen in Schulen islamische Werte in einem organisierten Rahmen zu vermitteln. Dies ist aber nur durch gegenseitige Akzeptanz und Respekt möglich. Durch blosse Kritik und Medienkampagne kommt man nicht weiter und erweckt den Eindruck, dass DITIB bewusst isoliert wird. 

 

Bild: Ditib.de

 

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Haber Yazılımı: CM Bilişim